St. Andreas Haddeby
| Kirche | St. Andreas Haddeby |
|---|---|
| Ort | 24866 Busdorf, Haddebyer Chaussee 76b |
| Landkreis | Schleswig-Flensburg |
| Bundesland | Schleswig-Holstein |
| Landeskirche | Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) |
| Beschreibung | Das ehemalige Haithabu am Haddeby Noor (ein Binnensee) war in der Wikingerzeit ein wichtiges wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Zentren in Nordeuropa und gilt als Ausgangspunkt der Missionierung Nordeuropa. Der Benediktinermönch Ansgar von Bremen ließ hier 849 mit Genehmigung des dänischen Königs Horik I. eine Holzkirche errichten – möglicherweise an der Stelle der heutigen Andreaskirche. Die romanische Feldsteinkirche wurde vermutlich um 1140 erbaut, schriftlich erwähnt wurde sie erstmals 1295. Eine päpstlicher Verordnung von 1399 belegt den Apostel Andreas als Patron. Es sind eine ganze Reihe erbauungszeitlicher Bauteile nachgewiesen, z.B. Traufwände Schiff, Chorbogen, Chor oder Kammschwelle. An das einfache Langhaus schließ sich ein schmalerer und niedrigerer Kastenchor an. Ein schiefergedecktes Satteldach bildet den Abschluss nach oben. Vier romanische Rundbogenfenster an der Nordseite sind ebenfalls bauzeitlich, die großen Spitzbogenfenster im Süden sind jünger. Ursprünglich stand am Westende ein Turm aus Feldstein, der im späten 18. Jhd. durch einen Dachreiter mit Spitzhelm ersetzt wurde. Eine Holzbalkendecke überspannt den Innenraum, der Chor ist mit einem spätgotischen Kreuzrippengewölbe gedeckt. Bemerkenswert ist der spätgotische dreiflügelige Schnitzaltar aus dem 15. Jhd., der ganz der Maria gewidmet ist. Zwanzig Apostel- und Heiligenfiguren in gotischem Rundbogen-Maßwerk rahmen das Ganze ein. Ganz links ist der Namenspatron Andreas zu sehen. Das stützende Retabel stammt von einem Vorgängeraltar und wird auf das 13. Jhd. datiert. Die spätromanische Taufe aus dem 13. Jhd. wurde auf der Insel Gotland aus Kalkstein gefertigt. An der Nordwand hängt eine überlebensgroße Kreuzigungsgruppe aus der Mitte des 13. Jhds. Im Chorbogen an der Nordseite steht eine unvollstände Christophorus-Figur (16. Jhd.). Bemerkenswert ist noch ein außergewöhnlich großer Sakramentsschrank (um 1500). Die Marcussen-Orgel wurde 1844 geschaffen. Lichtzeichen: In der Nähe der Kirche nahe des Wikingermuseums steht ein Ampel mit passenden Leuchtfiguren – bei Rot zeigt ein Wikinger-Ampelmännchen seinen Schild und bei Grün greift es zur Streitaxt und prescht vor. |
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