Talkirche Siegen-Geisweid
| Kirche | Talkirche Siegen-Geisweid |
|---|---|
| Ort | 57078 Siegen, Koomansstraße 8 |
| Homepage | www.kirche-klafeld.de |
| Landkreis | Siegen-Wittgenstein |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Landeskirche | Evangelische Kirche von Westfalen |
| Beschreibung | Mit ihrem mächtigen roten Ziegeldach und dem hohen schlanken Turm fällt die Talkirche im Siegener Stadtteil Geisweid sofort ins Auge. Das Gotteshaus wurde 1904-1906 nach Plänen von Gustav Mucke im Stil des späten Historismus erbaut. Dabei orientierte man sich als eine der letzten Neubauten im Siegerland noch am „Eisenacher Regulativ“ von 1861, während sich anderswo bereits das modernere Wiesbadener Programm durchgesetzt hatte. Charakteristisch für die Geisweider Kirche mit dreischiffigem Langhaus und Chor sind vier unterschiedliche Baumaterialien: der Sockel besteht aus sechsseitigen dunkelblauen Basaltsteinen, die Mauern einschließlich des Turms aus behauenen grauen Tuffsteinen sowie gelben Ecksteinen und grünem Trachit in den Feldern. 1917 mussten die Bronzeglocken zu Kriegszwecken abgegeben werden, 1920 wurden neue Stahlglocken installiert. 1954-1955 wurde die Talkirche umfassend saniert und umgebaut: der gesamte Innenraum bekam sein heutiges Erscheinungsbild. Das Mittelschiff ist von drei Rippengewölben in Form einfacher Netzgewölbe überspannt, im Osten schließt such auf gleicher Breite das Orgeljoch an. Die hölzernen Seitenschiffsemporen mit kassettierten Brüstungen ruhen auf Vierkantpfeilern, darüber befinden sich schmale, ebenfalls rippenverzierte Kreuzgratgewölbe. Die bauzeitlichen Buntglasfenster sind trotz Kriegseinwirkung erhalten, ebenso ein Obergadenfenster auf der Nordseite mit einem Medaillonbildnis Luthers. Das eichenhölzerne Gestühl, die Kanzel mit gewendeltem Aufgang und von Maßwerk durchbrochener Aufgangsbrüstung sowie der mit Ziersäulen geschmückte Altar und der kelchförmige Taufstein sind original. Die Orgel mit mechanischen Schleifladen wurde 1906 gebaut, war jedoch ab 1968 nicht mehr spielbar. Beim Neubau 2009 wurden alte Bestandteile wie der Prospekt wiederverwendet. Musikalisch: Dieter Falk, Komponist und Musikproduzent wurde 1959 in Geisweid geboren. Zahlreiche Instrumental-Alben und Großwerke wie „Die 10 Gebote“ (Pop-Oratorium) oder „Luther“ (Musical) stammen aus seiner Feder. |
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