Dem Himmel nah für eins fünfzig
Stiftungsrundbrief „KiBa aktuell 04-2026“ erschienen
Gotteshäuser werden auf Zeit zur Mensa, Gemeinden laden die Armen in der kalten Jahreszeit zum Essen und Wärmen ein. Die Bewegung nennt sich Vesperkirche, inzwischen an mehr als 70 Orten. Fast von Beginn an dabei ist eine KiBa-Kirche: die Pauluskirche in Ulm. Eine schwäbische Stärkung für Leib und Seele in drei Gängen. Das und mehr lesen Sie im jüngst erschienenen Stiftungsrundbrief.
Vesperkirche in Ulm
Essensduft steigt in die Nase; ein Klangteppich aus Stimmengewirr, klapperndem Porzellan und dem Klingen von Besteck liegt in der Luft. Diese ist angenehm warm und unverbraucht. Die langen Tische sind gut besetzt; Menschen essen und reden und lachen. Dazwischen laufen unablässig andere umher, mit Namensschildchen an der Brust, die ein rotes Herzchen zeigen. Sie servieren, bedienen, räumen ab, lassen sich in ein Gespräch verwickeln oder scherzen mit den Gästen.
Erfunden wurde die „Vesperkirche“ 1995 von Diakoniepfarrer Martin Friz in der Stuttgarter Leonhardskirche. Ein Jahr später ging auch die Ulmer Paulusgemeinde begeistert an den Start und hat seitdem nicht mehr aufgehört. 1,50 Euro kostet das Vespermahl – für immer mehr Menschen das, was gerade noch geht.
Der beharrlich Neugierige
Arnd Henze ist Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk und Publizist. Seit rund 35 Jahren beschäftigt er sich mit internationalen Krisen und Konflikten - schwerpunktmäßig aus den Vereinigten Staaten. Doch das Herz des studierten Theologen schlägt auch für seine Kirche und ihre Gotteshäuser. Eine Momentaufnahme eines Vielbeschäftigten.
Was Kirchen Besonders macht
Karin von Welck gehört dem Domkapitel der Vereinigten Domstifter zu Merseburg, Naumburg und Zeitz an und war bis 2024 dessen Dechantin. Wie wird eine Kirche zur „Lieblingskirche“? Für unsere Kolumnistin gehören dazu nicht allein die Vertrautheit oder die Schönheit der Gotteshäuser, sondern vor allem die zuweilen bewegenden Gottesdienste, die sie darin erlebt hat.
Und außerdem
…haben wir eine neue Folge von „Typisch protestantisch“ (diesmal geht es um das Antependium, diesen „rätselvollen Vorhang“ an Altar und Kanzel), ausgewählte Nachrichten aus der Stiftung und – als Titelgeschichte – das „Weihnachtsfenster“ in der Mindener Marienkirche, auf dem tatsächlich ein Weihnachtsbaum zu sehen ist.
Auf der Rückseite steht traditionell unser Rätsel mit seinen sechs Fragen, bei dem Sie wie immer attraktive Preise gewinnen können. Wir wünschen anregende Lektüre!