Verklärungskirche Berlin-Adlershof
| Kirche | Verklärungskirche Berlin-Adlershof |
|---|---|
| Ort | 12489 Berlin, Arndtstr. 11-15 |
| Homepage | www.evkia.de |
| Landkreis | Treptow-Köpenick |
| Bundesland | Berlin |
| Landeskirche | Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz |
| Beschreibung | Die evangelische Verklärungskirche im Berliner Ortsteil Adlershof des Bezirks Treptow-Köpenick wurde 1899-1900 nach dem Entwurf von Baurat Heinrich Klutmann durch Robert Leibnitz erbaut. Sie zählt zu den wenigen Kirchenbauten des Späthistorismus, deren ursprüngliche Ausmalung und Innenausstattung nahezu vollständig erhalten sind. In den 1880er Jahren hatte sich die Bevölkerung in Adlershof – vor allem Arbeiter und Kleinhandwerker – in kaum zehn Jahren nahezu verzehnfacht. 1896 wurde eine eigene Kirchengemeinde gegründet, um für Gottesdienste nicht mehr nach Köpenick laufen zu müssen. Das nötige Geld für den Bau einer eigenen Kirche kam vom Evangelischen Kirchbauverein und aus der Schatulle von Kaiserin Auguste Viktoria. Aus repräsentativen Gründen baute man groß: rund 1.000 Besucher finden Platz in der Kirche, der Turm ist stolze 56m hoch. Am 17. November 1900 konnte das Gotteshaus eingeweiht werden. Romanische und gotische Elemente verbinden sich im Späthistorismus des ausgehenden 19. Jhds., märkische Handwerksarbeit jener Zeit prägt das Innere. Das überwiegend aus Holz erbaute Tonnengewölbe sorgt für eine hervorragende Akustik. Ein halbrunder Altarraum schließt den dreischiffigen Kirchenraum ab, auf beiden Seiten befinden sich Nebenräume. Die elektropneumatische Orgel wurde 1934 von der Fa. Walcker erbaut, dabei wurde der Prospekt des Vorgängerinstruments der Gebrüder Dinse übernommen. An der Decke der Apsis sind Bethlehem und Jerusalem unter einem Sternenhimmel zu sehen, im Zentrum steht die Sonne mit einem griechischen Christus-Monogramm, darunter die Tierkreissymbole und sechs Posaunenengel. Gustav Kuntzsch schuf den hölzernen Schnitzaltar. Am Triumphbogen befindet sich ein großes klassisches Oberammergauer Kruzifix, Maria und Johannes sind ebenfalls dargestellt. Die originalen Glasfenster von Otto Vittali gingen 1917 bei einer Explosion in der nahen Feldmunitionsanstalt verloren, die erneuerten Fenster wurden im 2. Weltkrieg zerstört – das Gebäude selbst hatte den Krieg relativ unbeschadet überstanden. In den 1950er Jahren wurden neue Apsisfenster eingesetzt. Sie stellen die Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung dar, die durch ein Kreuz, einen Anker und ein Herz in der Lutherrose symbolisiert werden. Kaiserliches Engagement: Im Mai 1890 etablierte Kaiser Wilhelm II. den Evangelischen Kirchbauverein, der sich um die Errichtung neuer Kirchen in den preußischen Industrieballungsgebieten kümmern sollte – um den Einfluss der SPD auf die Arbeiterschaft zu verringern. Wilhelms Gemahlin Auguste Viktoria förderte fast 100 Kirchen und brachte ihre den Spottnamen „Kirchenjuste“ ein. |
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