St. Marien Minden (Nordrhein-Westfalen)
St. Marien Minden (Nordrhein-Westfalen)

„Die in Nordrhein-Westfalen“

St. Marien in Minden

Bis in das ausgehende 10. Jahrhundert reicht die Geschichte der Marienkirche in Minden (Nordrhein-Westfalen) zurück – der einzigen „Besuchskirche“ außerhalb Niedersachsens im Rahmen der KiBa-Mitgliederversammlung. Die Stadtkirche ist ein prägendes Element der Mindener Silhouette. Im Inneren beherbergt sie heute eine der bedeutendsten Orgeln der Region.

Eine Reise durch die Jahrhunderte

Die Mindener Kirche geht auf das Ende des 10. Jahrhunderts gegründete Marienstift zurück. Mit dem eigentlichen Bau wurde um 1022 unter Bischof Sigebert begonnen, geweiht wurde das Gotteshaus schließlich zwischen 1036 und 1056 durch Bischof Bruno. Gute zweihundert Jahre musste die Kirche ohne Turm auskommen.

Im Laufe der Zeit erfuhr das Bauwerk wesentliche Veränderungen: Im 12. Jahrhundert zog man ein romanisches Gewölbe ein und um 1255 begann man mit der Errichtung des Westturms. Im 14. Jahrhundert wurde die ursprünglich einschiffige Kirche zur dreischiffigen gotischen Hallenkirche umgebaut. In dieser Zeit entstand auch die gotische Turmkapelle als Chor für die Stiftsdamen. Nach der Reformation wurde St. Marien zur evangelischen Pfarrkirche.

Die äußere Bausubstanz überstand die Zeiten weitgehend im Original – die Inneneinrichtung jedoch wurde 1945 zum Ende des 2. Weltkriegs massiv beschädigt. In den 1970er Jahren wurde unter teilweiser Einbeziehung alter Substanz ein neues Gemeindezentrum errichtet, wobei Reste des mittelalterlichen Kreuzganges bis heute erhalten sind.

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

St. Marien Minden im Kreis Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)

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Ausstattung und Kunstschätze

Trotz der Kriegsschäden sind in der Marienkirche bedeutende historische Ausstattungsstücke erhalten geblieben. Der prachtvolle Renaissance-Taufstein von 1598 wird dem Bildhauer Kleffemeier aus Obernkirchen und dem Mindener Malermeister Mattemann zugeschrieben. An der südlichen Chorwand befindet sich das kunsthistorisch wertvolle Epitaph des Obersten Georg von Holle. Ein neugotischer Altar von 1887 wurde in den 1950er Jahren an die Christuskirche in Minden-Todtenhausen abgegeben.

Ein besonderes Highlight ist die 2002 durch die Firma Freiburger Orgelbau (unter Orgelbaumeister Hartwig Späth) fertiggestellte Orgel. Das Instrument besticht durch seine technische Präzision und ein breit gefächertes Klangspektrum. Die Orgel verfügt über drei Manuale und ein Pedal mit einer vielfältigen Disposition.

Darüber hinaus ist das Instrument mit modernen Spielhilfen ausgestattet: Eine 2x 512-fache Setzeranlage speichert auch komplexere Registereinstellungen schnell und unkompliziert, eine Crescendowalze zieht automatisch Register um die Spiellautstärke zu verändern.

2021 und 2025 hat die Stiftung KiBa die Generalsanierung des Kirchengebäudes inklusive Turm aus Mitteln der Rössner-Stiftung gefördert.

Historisches Zentrum an der Weser

Über 1.200 Jahre alt ist Minden. Um das Jahr 800 wurde die Stadt von Karl dem Großen gegründet. Als ehemaliger Bischofssitz und spätere preußische Festungsstadt hat Minden sein Stadtbild bewahrt, das heute durch die Ober- und Unterstadt gegliedert ist.

Neben der Marienkirche prägen weitere monumentale Bauten das Zentrum, allen voran der Mindener Dom St. Gorgonius und St. Petrus sowie das historische Rathaus mit seinem berühmten Laubengang aus dem 13. Jahrhundert. Geografisch günstig liegt die Stadt an der Weserfurt direkt nördlich der Porta Westfalica, wo die Weser das Bergland endgültig verlässt.

Eine technische Meisterleistung ist das Wasserstraßenkreuz, an dem der Mittellandkanal die Weser in einer Trogbrücke überquert. Heute ist Minden mit über 80.000 Einwohnern das kulturelle und politische Herz des Mindener Landes.