Die schönsten Kirchen in Hessen

Geschichte und Ursprung der Evangelischen Kirche in Hessen

Die Geschichte der Evangelischen Kirche in Hessen hat ihre Wurzeln in der Reformation im 16. Jahrhundert. Bereits 1526 wurde im Zuge der Homberger Synode mit der „Hessischen Kirchenordnung" die Grundlage für die Organisation der evangelischen Kirche in Hessen geschaffen. Im Laufe der Zeit teilte sich die Evangelische Kirche in Hessen in verschiedene Landeskirchen auf, die jeweils für bestimmte Regionen zuständig waren – darunter 1946 die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und 1947 die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Heute pflegen diese den Glauben und die Werte der evangelischen Tradition in der Region.

Über die Evangelische Kirche Hessen

Die Evangelische Kirche in Hessen ist eine bedeutende Landeskirche und prägt mit ihrer hohen Mitgliederzahl von 1,6 Millionen Menschen die religiöse Landschaft in Hessen maßgeblich mit. Sie engagiert sich in vielen Bereichen des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens. Neben Gottesdiensten und Seelsorge bietet sie ein breites Spektrum an Bildungsangeboten, diakonischer Arbeit und sozialem Engagement. Die Evangelische Kirche in Hessen fördert den interreligiösen Dialog und die Zusammenarbeit mit anderen Religionen und trägt so zu einem friedlichen Zusammenleben und einer offenen Gesellschaft bei.

Schöne KiBa-Kirchen in Hessen

Die Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda

Auf den Fundamenten einer kleinen Vorgängerkirche erbaut, ist die Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda ein wichtiges Zentrum des evangelischen Glaubens der Region. Sie war bereits auf dem ersten Stadtsiegel von 1248 zu erkennen und wurde nach einem verheerenden Stadtbrand 1478 wieder aufgebaut. Die Kirchweihe fand 1495 statt. Die heute zweischiffige Hallenkirche erfuhr seitdem mehrere Umbauphasen, darunter die Erweiterung des Kirchturms, der im Zuge dessen ein viertes Stockwerk erhielt. Der Kirchturm beherbergt sechs Glocken, von denen fünf die Gemeinde regelmäßig zum Gottesdienst rufen. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1482.

Der Innenraum ist geprägt von vielen Einbauarbeiten, wie einer eingeschossigen Empore im Langhaus, einer zweigeschossigen Empore im Westen des Langhauses und einer Empore im Osten mit der 1556 erbauten Orgel. Letztere wurde im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt und erst 1682 wieder aufgebaut. Weitere Highlights der Kirche sind der Altar aus Alabaster, der auf sechs korinthischen Säulen ruht sowie die Kanzel, die im Stil der Renaissance gehalten ist. Im Jahr 2011 leistete die Stiftung KiBa einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser wunderschönen Kirche.

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Die Erlöserkirche in Bad Homburg

Erlöserkirche in Bad Homburg: Stadtbild mit der Erlöserkirche im Vordergrund

Erlöserkirche in Bad Homburg: Stadtbild mit der Erlöserkirche im Vordergrund

Erlöserkirche in Bad Homburg: Südseite der Kirche

Erlöserkirche in Bad Homburg: Südseite der Kirche

Erlöserkirche in Bad Homburg: Südseite der Kirche

Erlöserkirche in Bad Homburg: Südseite der Kirche

Erlöserkirche in Bad Homburg: Innenaufnahme

Erlöserkirche in Bad Homburg: Innenaufnahme

Erlöserkirche in Bad Homburg: Orgel

Erlöserkirche in Bad Homburg: Orgel

Erlöserkirche in Bad Homburg: Orgel und Empore

Erlöserkirche in Bad Homburg: Orgel und Empore

Erlöserkirche in Bad Homburg: Innenaufnahme

Erlöserkirche in Bad Homburg: Innenaufnahme

Die Erlöserkirche wurde für den ehemaligen deutschen Kaiser Wilhelm II. geplant und am 17. Mai 1908 feierlich eingeweiht. Sie gilt als das weltweit besterhaltene Zeugnis des Kirchenbauprogramms des Kaisers. Die Erlöserkirche in Bad Homburg ist ein eher ungewöhnlicher Kirchenbau. Schon ihre Fassade wirkt groß und majestätisch, was sich im Inneren mit goldgrundierten Mosaiken und einer unerwarteten Weite fortsetzt. Mit Elementen der deutschen Hochromanik verbinden sich Stilelemente der byzantinischen Kunst sowie des Jugendstils.

Im Innenraum entfaltet sich das Erlösermotiv in herausragender Weise im Christusmosaik in der Apsiskuppel. Während in protestantischen Kirchen meist Christus als Gekreuzigter im Vordergrund steht, geht es hier in Anlehnung an orthodoxe Traditionen um Christus als Auferstandener und Welterlöser.

2019 unterstütze die Stiftung KiBa die Erlöserkirche in Bad Homburg mit zahlreichen Spenden und leistete einen wichtigen Beitrag, damit die prächtige Kirche weiterhin ein Ort der Zusammenkunft und des Glaubens bleibt.

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Die Untere Stadtkirche Wetzlar

Untere Stadtkirche Wetzlar im Sommer

Untere Stadtkirche Wetzlar im Sommer

Untere Stadtkirche Wetzlar im Winter

Untere Stadtkirche Wetzlar im Winter

Untere Stadtkirche Wetzlar: Chor von außen

Untere Stadtkirche Wetzlar: Chor von au�?en

Untere Stadtkirche Wetzlar: Luftbild

Untere Stadtkirche Wetzlar: Luftbild

Untere Stadtkirche Wetzlar: Chor von außen

Untere Stadtkirche Wetzlar: Chor von au�?en

Untere Stadtkirche Wetzlar: Orgel und Empore

Untere Stadtkirche Wetzlar: Orgel und Empore

Die Untere Stadtkirche in Wetzlar hat eine lange und vor allem wechselvolle Geschichte. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Franziskanern erbaut und im Laufe der Zeit mehrfach um- und neu gestaltet. Während der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. In der Kirche wurden lutherische Gottesdienste veranstaltet. Während des Dreißigjährigen Krieges wechselte die Nutzung zwischen den Franziskanern und den Lutheranern. 1675 wurde der Chor vom Rest der Kirche abgetrennt und gilt seitdem als „Untere Stadtkirche". Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in den 1970er und -80er Jahren finden in der Kirche heute Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen statt.

Das Innere der Unteren Stadtkirche in Wetzlar zeichnet sich durch ein schlichtes, offenes Kirchenschiff aus. Der Chorraum wurde im Zuge der Renovierung durch den Wegfall der Kanzel und der Chorschranke verändert. Heute zeigen die Fenster, die nach dem Zweiten Weltkrieg restauriert wurden, religiöse Motive. An der Nordwand sind Reste mittelalterlicher Wandmalereien zu sehen. Die Kirche ist mit einer prächtigen Orgel ausgestattet, die regelmäßig für Gottesdienste und musikalische Veranstaltungen genutzt wird. Damit dies auch weiterhin möglich ist, hat sich die Stiftung KiBa im Jahr 2019 mit zahlreichen Spenden für den Fortbestand der Gemeinde der Unteren Stadtkirche Wetzlar eingesetzt.

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Weitere schöne Kirchen in Hessen

Der Vogelsberger Dom

Die denkmalgeschützte evangelische Kirche in Unterreichenbach in der Gemeinde Birstein wurde als barocke Querkirche zwischen 1748 und 1750 errichtet, nachdem ihr Vorgängerbau derart baufällig war, dass sich Restaurationen und Reparaturen nicht länger gelohnt hätten. Die Grundsteinlegung fand am 27. April 1748 statt, die Kirchweihe am 18. Oktober 1750. Aufgrund ihrer Größe wird sie im Volksmund auch „Vogelsberger Dom“ genannt. Seit ihrer Fertigstellung blieb sie weitestgehend unverändert, lediglich die Orgel wurde 1877 durch eine neue ersetzt.

Im Inneren der Kirche dominiert das Holz der zweigeschossigen Emporen und der Bänke, die in getrennten Blöcken um den zentralen Altar angeordnet sind. Entsprechend den Grundsätzen der reformierten Kirche gibt es keine Bilder, Skulpturen oder ornamentale Malereien.

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Die Christuskirche in Frankfurt-Westend

Die heutige Christuskirche in Frankfurt-Westend wurde zwischen 1881 und 1883 im Stil des Historismus erbaut. Sie war den Menschen gewidmet, die in dem neuen Stadtteil vor den Mauern Frankfurts lebten. Beim Entwurf der dreischiffigen neugotischen Basilika ließ man sich von mittelalterlichen Kirchenbauten in der Bretagne und in England inspirieren. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bomben zerstört. Nach einer notdürftigen Reparatur konnte an Weihnachten 1947 wieder ein Gottesdienst gefeiert werden – und zwar in der heutigen Vorhalle. Auch der Kirchenraum war ab November 1948 wieder benutzbar. Allerdings fehlten zunächst die Mittel für einen vollständigen Wiederaufbau.

Schließlich wurde die Kirche in den Jahren 1976 und 1977 wieder errichtet und im September 1978 in einem feierlichen Gottesdienst als Ökumenisches Zentrum mit Beteiligung der örtlichen evangelischen Christus-Immanuel-Gemeinde, einer serbisch-orthodoxen Gemeinde sowie der evangelischen, ostafrikanischen Oromo-Gemeinde eingeweiht. Dank der beweglichen Holzwände im Inneren der Kirche kann jede der drei Gemeinden, die in der Kirche ihren Sitz haben, ihre eigenen, für sie typischen Gottesdienste feiern.

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Die Marktkirche in Wiesbaden

Die Marktkirche in Wiesbaden ist eine der bedeutendsten evangelischen Kirchen der Stadt. Sie wurde als erster reiner Ziegelbau im Herzogtum Nassau im Jahr 1853 auf dem Schlossplatz, einem zentralen Platz in Wiesbaden, erbaut und stellt ein architektonisches Meisterwerk im Spitzbogenstil dar. Die Marktkirche wurde errichtet, um der evangelischen Gemeinde ausreichend Platz zu bieten und gleichzeitig ein Gegengewicht zu den katholischen Kirchen in der Stadt zu schaffen. Mit ihren imposanten Türmen und der beeindruckenden Architektur ist die Marktkirche nicht nur ein Wahrzeichen und ein wichtiges religiöses Zentrum in der Region, sondern auch das höchste Gebäude von Wiesbaden.

Der Altar wird von fünf lebensgroßen Statuen aus weißem Marmor gesäumt, von denen in der Mitte eine Jesusstatue mit ausgebreiteten Armen steht. Die detailliert ausgeschmückte Kanzel zieren Kreuz, Kelch und Anker als Symbole der drei christlichen Tugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung.

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Unterstützen Sie die Stiftung KiBa mit einer Spende!

Entdecken Sie die schönsten „KiBa-Kirchen“ in ganz Deutschland! Schon immer waren sie für die Menschen Orte der Begegnung, der Freude, aber auch der Trauer. Viele Menschen erleben hier einzigartige Momente ihres Lebens. Aus diesem Grund setzen wir uns für den Erhalt dieser Zentren des Lebens ein und möchten einen wichtigen Beitrag für das gemeinschaftliche Leben in den Ortschaften und Städten leisten.

Für den Erhalt der schönen Kirchen in Hessen sind Ihre Spenden sind eine wichtige Unterstützung, damit unser Förderverein ein Stück Heimat bewahren kann. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Übrigens: Die schönsten evangelischen Kirchen Deutschlands veröffentlichen wir in unserem jährlichen Fotokalender. Machen auch Sie mit bei unserem Fotowettbewerb! Zeigen Sie, wie schön Ihre Kirche ist!