Schöne Kirchen in NRW: evangelische Geschichte und Tradition

Geschichte und Ursprung der Evangelischen Kirche in NRW

Die Geschichte der Evangelischen Kirche in Nordrhein-Westfalen geht auf die Reformation im 16. Jahrhundert zurück. Mit Martin Luther und anderen Reformatoren setzte sich eine Bewegung in Gang, die sich von der katholischen Kirche abwandte und eine Neuausrichtung des Christentums forderte. In den folgenden Jahrhunderten entstanden in NRW verschiedene protestantische Konfessionen und Gemeinden.

Eine wichtige Entwicklung in der Geschichte der evangelischen Kirche in Nordrhein-Westfalen war die Einführung des preußischen Unionsedikts im 19. Jahrhundert. Dieses hatte zum Ziel, die lutherische und die reformierte Tradition innerhalb der evangelischen Kirche zu vereinigen. Es entstand die Evangelische Kirche der altpreußischen Union, die auch in Teilen des heutigen NRW vertreten war. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen als eigenständige Landeskirchen.

Über die Evangelische Kirche NRW

Die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen sind heute die beiden größten evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und gehören zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Beide Landeskirchen engagieren sich mit Gottesdiensten, Seelsorge, diakonischer Arbeit und vielen anderen Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Schöne KiBa-Kirchen in NRW

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Die Lutherkirche in Köln-Nippes

Im Jahr 1886 begann die wachsende evangelische Gemeinde mit dem Bau der der Lutherkirche in Köln-Nippes. 1889 fand der erste Gottesdienst statt. Die Kirche ist bis heute eine der seltenen neogotischen Kirchen der Domstadt. Obwohl Köln weitreichende Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfuhr, ist die Originalausstattung glücklicherweise fast vollständig erhalten geblieben – und auch der erste Gottesdienst fand bereits 1947 wieder statt.

Der Innenraum der Lutherkirche ist geprägt von schlichter Eleganz und klaren Linien. Die Wände sind in einem hellen Farbton gehalten, der eine freundliche und offene Atmosphäre schafft. Der Kirchenraum wird von einer hohen Decke überspannt, die von schmalen Ziegelsteinsäulen getragen wird. Sie sind schlicht gehalten und tragen zur klaren Ästhetik der Kirche bei. Der Altar befindet sich an der Ostseite der Kirche. Er ist erhöht und wird von einem schlichten Holzkreuz gekrönt. Hinter dem Altar befindet sich der Chorraum, der durch einen Rundbogen begrenzt wird. Die 1972 eingeweihte Orgel thront auf einer Empore oberhalb des Eingangs.

Seit 2002 ist sie Kulturkirche der Stadt Köln. Regelmäßig finden Konzerte, Lesungen und viele andere Kulturveranstaltungen statt. Bekannt ist beispielsweise das internationale Literaturfestival „lit.COLOGNE“. Die Stiftung KiBa trug 2023 einen wichtigen Beitrag dazu bei, dass die Kirche weiterhin ein großartiger Ort für Kultur und Zusammenkunft ist.

Anschrift

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn (Relief über dem Haupteingang)

Die Kreuzkirche Bonn (Relief über dem Haupteingang)

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn (Krypta)

Die Kreuzkirche Bonn (Krypta)

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Die Kreuzkirche Bonn

Nach der Grundsteinlegung 1866 wurde die Kirche am Kaiserplatz im neugotischen Stil 1871 fertiggestellt und eingeweiht. Bereits wenige Jahre später erfuhr die Kirche erste Renovierungsarbeiten. 1944 wurde sie von Bomben zerstört und fungierte nach dem Krieg zunächst als Notkirche. 1947 erhielt sie den neuen Namen Kreuzkirche. Zwischen den Jahren 1951 und 1954 wurde der Kirchenbau komplett neu aufgebaut und erstrahlt seitdem in voller Pracht. Auch Altkanzler Konrad Adenauer spendete einst privat 10.000 D-Mark zum Wiederaufbau.

Das Innere der Kreuzkirche ist schlicht und verfügt über wenig Ausstattung, was dem Gotteshaus aber in keinerlei Hinsicht seinen Charme nimmt. Die Kirchenausstattung rund um den Altar, die Kanzel, den Taufstein und das Kreuz sind hochwertig verziert und echte Unikate. Die Chorfenster zeigen Szenen aus dem Leben Jesu, Bilder der Apostel und weitere Erzählungen aus der Bibel.

Mit 1200 Sitzplätzen ist sie heute die größte evangelische Kirche im Rheinland und gleichzeitig auch die größte Kirche in Bonn. Damit die Kirche weiterhin erhalten bleibt, hat sich die Stiftung KiBa in den Jahren 2011 und 2016 mit umfangreichen Spenden am Erhalt der Kreuzkirche in Bonn beteiligt.

Übrigens: Jedes Jahr findet auf dem Kirchplatz ein Adventsmarkt statt, der täglich geöffnet ist und ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Anschrift

Die Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Sankt Nicolai in Lemgo

Als ältere der beiden Pfarrkirchen in Lemgo wurde das Gotteshaus nur wenige Jahre nach der Stadtgründung um 1190 erst als kreuzförmige Basilika im romanischen Stil innerhalb von 50 Jahren errichtet. Später wurde die Kirche im gotischen Baustil umgebaut, wobei im Bereich der Türme der romanische Stil erhalten blieb. Die Sankt Nicolai befindet sich unweit vom Marktplatz an der östlichen Seite des Rathauses. Wie im gesamten Lipperland wurde auch in Lemgo nach anfänglichem Widerstand 1533 endgültig die lutherische Lehre eingeführt.

Das älteste Ausstattungsstück – ein Altarretabel – geht auf das Jahr 1280 zurück und zeigt die Verkündigung Marias, die Geburt und Wiederauferstehung Christi. Weiter finden sich an der Ost- und Südwand zahlreiche Fresken, die die Apostel Jesu zeigen. Auch die Kanzel, der Taufstein und der Hochaltar sind überaus detailliert geschmückt und zeugen von ihrer langen Geschichte.

Zwischen 2006 und 2011 wurde die Kirche und die gesamte äußere Anlage umfassend renoviert und das Gotteshaus zusätzlich stabilisiert. In den Jahren 2008 und 2009 leistete die Stiftung KiBa einen wichtigen Beitrag zu den Renovierungen und half dabei, diese schöne evangelische Kirche zu erhalten.

Anschrift

Weitere schöne Kirchen in NRW

Kirche zum Evangelisten Lukas in Münster

Aufgrund des Zuzugs vieler Protestanten wurde die Lukaskirche zwischen 1960 und 1961 erbaut – und bereits 50 Jahre später als Baudenkmal eingetragen. Da sie gleichzeitig auch als Klinikenkirche  für die umliegenden Krankenhäuser diente, ist sie dem Evangelisten Lukas geweiht, welcher der Tradition zufolge Arzt war.

Das Innere des Kirchenbaus ist wie sein Äußeres vom Rot der Backsteinfassade geprägt. Die Westseite prägen sieben versetzt angeordnete Fenster mit Rundbogen und von Osten her fällt durch ein einziges kleines Fenster das erste Morgenlicht auf den Taufstein. Insgesamt wirkt das Äußere der Kirche durch die eher gedrungenen Proportionen – auch dem niedrigen Sockel des Kirchturms „geschuldet“ – wie eine schützende Burg. Den Mittelpunkt des Innenraums bildet der Sandsteinaltar und das sich darüber befindende Gemäldefries mit Darstellungen aus dem Lukasevangelium.

Im Jahr 2011 reparierte man einige Risse im Mauerwerk. Dabei wurde festgestellt, dass die Fassade einsturzgefährdet ist. Nach Abschluss weiterer Sanierungsarbeiten entsprechen Substanz und Erscheinungsbild des Gebäudes wieder nahezu vollständig dem Zustand zur Zeit der Erbauung.

Anschrift

Die Neustädter Marienkirche (Ravensberger Dom)

Der Bau der Neustädter Marienkirche in Bielefeld begann im 13. Jahrhundert und wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts abgeschlossen. Nach dem Einzug der Reformation und wurde die Kirche lange Zeit von Protestanten und Katholiken simultan genutzt. Erst ab dem frühen 19. Jahrhundert war das Gotteshaus ausschließlich protestantisch.

Zwischenzeitig besaß die Kirche etwa 20 Altäre. Heute ist jedoch ausschließlich der Marienaltar als kostbares Kronjuwel erhalten geblieben. In seiner handwerklichen Ausführung, malerischen Umsetzung und geistlich-kompositorischen Durchdringung erreicht das Altarwerk Qualitäten, die internationalen Maßstäben genügen: In seinen 31 Bildszenen sind böhmische, italienische, französische und flämische Einflüsse wirksam und zu einer eigenen Bildsprache im Gesamtkunstwerk entwickelt.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden die im Jahrhundert zuvor eingebauten Emporen wieder entfernt und es entstand der helle, geräumige Saal, wie er heute anzutreffen ist. Im Laufe der Zeit haben viele Veränderungen stattgefunden. Immer wieder wurde die Kirche neuen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasst. Außer dem Marienaltar ist nichts mehr an seinem ursprünglichen Platz.

Unser Tipp: Besonders zur Adventszeit lohnt sich ein Besuch in der Kirche. Denn dann wird das detailliert gestaltete Krippenspiel aufgebaut und

Anschrift

Evangelische Kirche Katernberg

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg („Bergmannsdom“) in Essen

Evangelische Kirche Katernberg (�??Bergmannsdom�??) in Essen

Im Mai des Jahres 1900 wurde der Grundstein für den Neubau der dreischiffigen Kirche der Gemeinde Katernberg gelegt. Das im Volksmund auch „Bergmannsdom“ genannte Gotteshaus wurde bereits ein Jahr später vollendet und in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Der Backsteinbau erhielt zusätzlich einfache, spätromanische Formen und Verzierungen aus Sandstein. 1914 wurde die Turmuhr mit einer Läuteanlage versehen.

Die Orgel wurde 1901 als „Opus 846“ mit 29 klingenden Registern auf zwei Manualen und Pedal erbaut und mit der von Wilhelm Sauer weiterentwickelten pneumatischen Kegellade ausgestattet. Zu beiden Seiten der Orgel wurden balkonartige Sängertribünen errichtet. 1965 legte man erneut Hand an die Orgel, indem ein Umbau stattfand, bei dem nicht nur die Disposition, sondern auch die technischen Einrichtungen tiefgreifende Veränderungen erfuhren. Über die Stiftung Orgelklang hat die Stiftung KiBa 2017 einen wichtigen Beitrag bei der Rückführung auf die Disposition von 1901 unter Erhalt des Eulerwerks von 1965 geleistet.

Die im Ersten Weltkrieg zunächst beschlagnahmten Glocken wurden 1921 ersetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg auf insgesamt vier Glocken aufgestockt. Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Kirche glücklicherweise weitgehend verschont. 1991 wurde sie auch wegen ihres erhaltenen Originalzustandes in die Denkmalliste der Stadt Essen eingetragen.

Anschrift

Unterstützen Sie die Stiftung KiBa mit einer Spende!

Entdecken Sie die schönsten „KiBa-Kirchen“ in ganz Deutschland! Schon immer waren sie für die Menschen Orte der Begegnung, der Freude, aber auch der Trauer. Viele Menschen erleben hier einzigartige Momente in ihrem Leben. Aus diesem Grund setzen wir uns für den Erhalt dieser Zentren des Lebens ein und möchten einen wichtigen Beitrag für das gemeinschaftliche Leben in den Ortschaften und Städten leisten.

Ihre Spenden sind eine wichtige Unterstützung, um die schönen Kirchen in Nordrhein-Westfalen zu erhalten.  Darüber hinaus engagiert sich unser Förderverein für ein Stück Heimat. Sprechen Sie uns an!

Die schönsten evangelischen Kirchen Deutschlands veröffentlichen wir in unserem jährlichen Fotokalender. Machen auch Sie mit bei unserem Fotowettbewerb und zeigen Sie, wie schön Ihre Kirche ist!